Mai Regen

Der Mai ist dieses Jahr zum schwimmen ohne Badesee. Bringt Wasser aus den Wolken, mehr und Meer. Die Sonne spielt verstecken mit uns und lächelt heiter heimlich hinter Grau in Grau. Die Natur springt freudig durch all die Pfützen und singt dem Mai ein Dankbar Lied. Kleine Bäche werden zu imposanten Flüssen und verbreitern ihre Bachläufe in nasser Vielfalt. Mai das machst du, wie du es dir halt denkst. Schickst dieses Jahr auch schon die ersten lauten und hellen Gewitter. Spielst Herbst im Frühling und fühlst dich Pudel sein Wohl.

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Von den Alpen schickst ein graues Band, bis an die Ufer der Nord,- und Ostsee. Läßt ein paar muntere Windgesellen dabei helfen. Boe an Boe, treibt dabei der Wind, die Wolken vor sich her. Wirbelst alles Einheitsgrau zu einer nassen und prächtigen Kulisse. Blumen und Gräser baden in kühlen, feuchten Sturzbächen die unendlich fliesen. Frisch ist dein Atem in der Früh und auch der kommende Tag, vermag nicht viel daran zu ändern. Ab und an schenkst uns ein sonnig, warmen Tag, um zu erinnern an das was noch kommen mag. Bist heuer Freund der Natur und mancher Menschen. Treibst dein Schabernack mit Schalk im Genick und läßt uns alle wissen, du bist der Mai und der macht heuer was er will.

Es ist ja wieder Spargelzeit und ich liebe Spargel. Allein die Sauce zum weißen Gold deprimiert mich vom Jahr zu Jahr mehr.Ständig Sauce Hollandaise oder ihre Kräuterschwester, die Sauce Bernaise. Ok, geklärte Butter gibt es dann auch noch.Alles wirklich lecker aber?

Aber ganz ehrlich, alle voll FETT.

Daher gibt es jetzt von mir, eine völlig andere Version, einer Spargel Sauce. 

Ostara Sauce 

Elemente:

500 g weißer Spargel.

30 g Walnüsse, 8 Tomaten, 1 Rote Zwiebel, 1 Lauchzwiebel, 10 Blätter Liebstöckel, 1 Limette, 1 rote Chilischote, 100 ml Tomatensaft, 1 Knoblauchzehe, Sonnenblumenöl, Salt, Pfeffer, Zucker.

Gestalt geben:

Spargel schälen und in reichlich Wasser biss fest kochen.Ich gebe  Salz, Zucker und Zitronensaft ins Spargelwasser. 3 El Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchzehe schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.Tomaten waschen, Vierteln, Strunk entfernen.

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Knoblauch und Zwiebel ins Öl geben und glasig werden lassen.Nicht bräunen.Tomaten und Tomatensaft dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischenzeitlich Chilischote in kleine Röllchen schneiden. Liebstöckel in feine Streifen schneiden. Walnüsse grob hacken.

Nachdem das Tomatenmus lauwarm geworden ist, geben wir die restlichen Zutaten hinein. Gut verrühren. Mit einem Spritzer Limettensaft abrunden. Umrühren und 20 Minuten ziehen lassen.

Beilagen:

Kartoffeln, Reis, Schinken, Lachs, alle Steak arten, Schnitzel, Aubergine Scheiben angebraten und im Ofen fertig gebacken. Weißwein oder Rose harmonieren perfekt.

Tipp:

Die Spargel Sauce lauwarm oder kalt servieren.Ganz nach Gusto.

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wild streams

Kalt, eiskalt, wild strömt er aus den urtümlichen und geheimnisvollen Bergwelten ins Tal. Gletscherwasser die tosend über Abhänge fallen und dabei alles mitnehmen, was sich ihnen in den Weg stellt.

Blau in Weiß schimmernd und sprudelnd bahnt sich der Bergbach seinen Weg. Vereinigt sich mit anderen Bächen auf seinem Weg und wird zu einem reißenden Gebirgsstrom.

Je weiter er Richtung Tal strömt, um so ruhiger wird die Umgebung. Aus schroffen Felswänden und kargen Baumbeständen, werden Wälder, Auen und Wiesen, die sich links und rechts des Ufers öffnen.

Immer noch eiskalt aber doch beruhigend, fliest das Wasser seines Weges. Leben strömt durch seine Ader. Unzähliges Leben das sich darin tummelt. Wasserwelten leben in Bergwelten und der Mensch lebt direkt darin. Wildromantisch auf den ersten Blick aber auch Abenteuer und überleben finden darin ihren Platz.

Wir alle sind Teil dieser Natur. Daher lebt diese Natur auch in uns. Auch wir haben stürzende Wasser in uns. Wild streams. Unsere Gefühle und unsere Emotionen. Wir beherrschen sie auch erst, wenn sie vom Gletscher im Tal angekommen sind.

Bis dahin toben sie in uns. Ob nun als Wut, Eifersucht, unerwiderte Liebe, Trauer oder Schmerz, wir brauchen das strömen und wüten, bis wir wieder zu uns selbst finden. Lassen wir die Bäche nicht strömen und in Abgründe stürzen, so leiden wir still vor uns hin. Keiner vermag uns zu helfen und wir kommen einfach nicht ins Tal.
Kein friedliches fliesen ist uns möglich. Lassen wir los. Lassen wir uns mitreisen von den Gefühlen und holen uns damit unsere Lebendigkeit zurück um am Ende wieder in uns selbst, in unserem Tal ruhen zu können.

Leben bedeutet lebendig zu sein.

Im Wesentlichen geht es in diesem Song um Vertrauen. Vertrauen zu sich selbst um darüber Vertrauen zu Anderen zu finden.Bestimme dein eigenes Tempo dabei. Folge deinem Herzen und deinem Gewissen. Habe keine Angst und gehe deinen Weg. Schritt für Schritt.

Halte dich fest, da wo du Halt findest. Er ist in dir. Begebe dich in deinen Fluss, deinen Fluss aus Tränen. Mach einfach langsam. Spüre das es Menschen gibt, in denen dein Fluss auch fliest. Sie fliesen mit dir. Im Inneren weinst du. Aber das ist gut so.Sei einfach nur stark und warte. Der Schmerz vergeht. Du bist stark genug um ihn zu leben. Du wirst es schaffen.

Wenn du es möchtest, werde ich dein Herz für dich eine Zeitlang halten, um mit dir fühlen zu können. Halte einfach weiter durch. Wenn du daran glaubst, dann wirst du es auch schaffen.

River Flows in You by Yiruma.

Bilder unspash: Header **Felix Besombes. Bild 1 McKayla Crump. BILD 2. Phil Houston.