Die Einhorngeschichte

Heute veröffentliche ich eine Geschichte, die wie man bald erkennen wird, nicht von mir stammt. Sie wurde von einer Tochter, eines befreundenden Paares verfasst. Sie hat mir schon öfters zugesehen, wenn ich meine Beiträge für Wicca Secret schreibe. Ihr Vater macht sich da öfters lustig drüber, da er meint das es völlig sinnfrei wäre was ich da mache. Seine Tochter hingegen hat den Sinn wohl verstanden. Sagt das jetzt etwas über den Vater oder über die Tochter aus? 🙂 🙂

Wie auch immer, vor ein paar Tagen hat sie mir eine Schriftrolle in die Hand gedrückt und gefragt, ob ich das auch die ganzen Welt lesen lassen könnte.Wie könnte ich da nein sagen? Zumal diese Geschichte mich an ein paar Dinge erinnerte. Etwas das man als Erwachsener schnell vergisst und keinerlei Bezug mehr dazu hat. Was dem gesellschaftlichen Leben, einigen Schaden bringt. Aber lest nun selbst die Geschichte, die unsere ganze Welt kennenlernen soll.

Die Einhorngeschichte

Es war einmal ein Einhorn es hieß Mia. Mia wurde Prinzessin von Einhornstadt. Sie hatte ein großes Zimmer mit einer Donatmaschine. Weil Mia Donats mochte. Einmal war sie in Glizastadt. Da holte sie Glitzer für ihr Zimmer. Auf den Weg nach Hause traf sie das außergewöhnliche Einhorn das anders als sie aussah. Das aussergewöhnliche Einhorn war sehr traurig weil es keiner mochte. Mia fragte warum bist du so traurig? Mich mag keiner weil ich nicht so aussehe wie die anderen. Ich mag dich schon weil du anders bist wie die anderen. Das Einhorn ging mit Mia mit ins Schloss. Das Einhorn sagte wow hier ist es echt schön. Darf ich bleiben? Ja natürlich. Nun spielten sie glücklich und sie aßen Donats. Ende.

Ich danke dir (… 🙂 ) für deine Geschichte. Es hat mir viel Spaß gemacht, sie ab – und aufzuschreiben. Sie zu lesen und sie um die Welt zu schicken.

So einfach kann das Leben sein, wenn man ein Kind ist. Für uns Erwachsene ist das natürlich nichts mehr. Wir wissen es ja besser. Einfach darf es im Leben nicht sein. Einfach ist falsch, weil ohne Probleme. Ohne Probleme gleich, nicht möglich. Ein Haken muss da sein und genau an dem hängen wir dann fest.

Noch etwas Humor mit viel Wahrheit. Oder einfach gute Freundschaft in der Realität.

photo unsplash: Header: Hrvoje Klaric . image 1. Samia Liamani

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ready steady 1 Advent

Meine Lieben, jetzt hat die Adventszeit offiziell begonnen. Am Adventskranz darf die erste Kerze ihr Licht in die Welt schicken. Plätzchen und Kaffee dürfen mit ihren Duft die Herzen verzaubern. Lichterketten und Kerzen die Weihnachtszeit begrüßen. Worte und Gedichte, Geschichten erzählen und der Nikolaus die Kinder herzen, ein erstes mal erfreuen.

 Fehlt nur noch eines, die Musik.

Knecht Ruprecht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“

Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“

Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

Theodor Storm

let it snow, let it snow

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke

Wunderschönes Gedicht zum Advent. In seinen „WORTEN“ versunken, möchte ich euch allen eine besinnliche, fröhliche Adventszeit wünschen.