Man lernt nie aus

Kennt jemand von euch den Film, Man lernt nie aus? Er erzählt die Geschichte einer jungen, erfolgreichen Internetfirmen Besitzerin (Modebranche ) und einem alten Mann, der an einem Projekt Namens „Seniorenpraktikum“, in ihrer Firma teilnimmt. Die Beiden werden im Laufe des Films zu „allerbesten Freunden“. Der Film ist romantisch ohne das es eine Liebesaffäre in diesem Film gäbe. Er ist voller Gefühl und Leben.

Warum erzähle ich euch das? Aus zwei Gründen. Erster, weil ich diesen Film liebe und ihn euch deshalb ans Herz legen möchte. Zweiter, er entspricht meiner Art zu leben.Dem Leben zugewandt. es annehmen und wenn es schwierig wird, nicht davon laufen. Auch mal aushalten und einstecken können. Wissen worum man kämpfen muss und wissen wenn man gehen sollte. Menschen die ihr Gefühl leben und ausleben. Menschen die weinen wenn etwas traurig ist und lachen, wenn die Welt um sie herum lustig ist. Die Mitgefühl zeigen und sich in andere hineinversetzen können.

Menschen die gerne kochen, besitzen dieses feeling, Ich weis nicht wirklich warum aber es ist einfach so. Vielleicht weil zum kochen Liebe und Leidenschaft gehört. Da muss ich sofort an die Italiener denken. Klischee? Nein. In Italien gehören zwei Dinge unzertrennlich zusammen. Essen und Liebe. Liebeessen müsste es dort heißen. Daher habe ich ein Rezept, das ich gerne mit euch teilen möchte.Wenn ihr vorhaben solltet es selbst zu kochen, dann habe ich eine Bitte an euch. Ladet euch Freunde ein. Nicht einfach nur zum essen. Trefft euch schon zum kochen. Kochen ist eine Leidenschaft, die sich im ganzen Menschen offenbart. Zusammen kochen bedeutet für mich Nähe, Vertrauen, Freude, Teilen. Sich unterhalten, zusammen lachen und sich wohlfühlen.

Es ist immer schön

Italy meets Germany

Elemente:

500 g Spagetti, Steak der eigenen Wahl, 200 g Frischkäse, 1 Zwiebel, 200 g Kirschtomaten, 50 ml Sahne, 2 Bund Basilikum, 1 Knoblauchzehe, 1 Paprika rot, 60 g Pinienkerne, 200 g Creme fraiche, Parmesan am Stück, Öl, Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Gestalt geben:

Pesto:

Die geschälte Knoblauchzehe in einen Mixer geben,das Basilikum ohne Stiele, die Pinienkerne und das Creme fraiche dazu geben.Ungefähr 50 g Parmesan frisch gerieben dazu und alles zu einem Pesto mixen.Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und nochmal kurz mixen.

Pasta/Steak

Die Steaks ,wenn von normaler Stärke, in heißen Öl, ca. 4 Minuten von jeder Seiten „medium“ braten. Salzen und pfeffern.In Alufolie warm halten.Im gesalzenen Pasta Wasser die Spagetti al dente kochen.Tomaten halbieren und den Strunk entfernen. Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Den Paprika waschen, entkernen und eine Hälfte in Würfel schneiden.Rest zwischendurch snacken.

Im Fett der Steaks nun die Zwiebelwürfel glasig an schwitzen. Paprika dazu geben und mit an schwitzen. Den Frischkäse ein rühren und den Herd auf kleine Flamme stellen .Die Sahne langsam unter ständigem rühren einfließen lassen.Wenn die Spagetti fertig sind, die Tomaten zur Sauce geben und weiter rühren. Spagetti abgießen, dabei ca. 100 ml des Wassers behalten. Die Pasta sofort unter die Sauce heben und mit dem Kochwasser schön sämig machen. .Die Steaks in Streifen schneiden. Pasta auf Tellern anrichten. Steak-streifen darauf geben und mit dem Pesto betröpfeln. Parmesan Zesten als Topping.

Tipp:

Dazu einen eiskalten Cianti, viele Freunde und echte Freude. Grüner Salat mit Balsamico Dressing.

Photo unsplash: Image 1 Gabriel Miquelin . Image 2 Brooke Cagle . Header Alexey Alabuzhin

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Mach Sternen-Licht

Wie wir die Welt erfahren, liegt ganz tief in uns verborgen. Zumeist wissen wir nicht einmal, warum wir gerade so und nicht anders gehandelt haben. Wir tun es einfach. Würde man uns in solch einer Situation fragen, warum man so und nicht anders gehandelt hat, würde einem keine Antwort darauf einfallen.

Die Nacht. Sie ist dunkel aber nur so dunkel, wie es dein Aufenthaltsort zulässt. In der City, einer Großstadt gibt es so viele Lichter, das du denken könntest, es ist heller Tag,. Nur das es halt Nacht ist. Faszinierend und eine eigene Form der Existenz. Lichter in Neon strahlen mich an. Erzählen mir vom Nachtleben dieser Stadt. Musik dringt in die sommerliche Nacht. Menschen in Mengen, die ich im Dorf das ganze Jahr nicht zusammen bekommen würde, sitzen auf Bänken, auf dem Pflaster oder in einer Grünanlage. Reden, trinken und lachen. Es ist fühlt sich an wie Gemeinschaft. Gemeinschaft die nicht wirklich zusammen gehört und doch ist man ein Teil davon. Ich bin ein Teil ihrer Stadt-Nacht-Gemeinschaft.

Manch Drama hört man schon vom Weiten, durch die stille und doch laute Nacht. Hier hat Leben kein Anfang und kein Ende. Es ist immer da. Selbst shoppen ohne Sonnenlicht geht. Pärchen spazieren Händchen haltend und verliebt an mir vorbei. Ihre Augen verlieren sich im Nichts der Großstadtlichter. Ich sehe ihnen eine Zeitlang nach. Sie sind jung. Jung in der Nacht einer Großstadt. Irgendwie kommt mir da das Wort Alter in den Sinn. Meine junge Zeit ist vorbei. Opa bin ich. Jetzt nicht von mir aus aber aus Enkel Sicht schon. Ich mag dieses Wort nicht. Opa war früher Opa, hat sich keiner was dabei gedacht. Aber heute ist Opa alter Mann. Mag sein aber ich fühle mich nicht alt. Sehe an guten Tagen nicht mal so aus. Opa nur ein Wort und doch mit einer gewissen Tragweite. Es sagt mir das meine jungen Jahre vorbei sind. Noch bin ich fit aber was ist morgen? Auch in den Nacht sieht ein Altenheim, wie ein Altenheim aus. Fahle Gesichter an Fenstern. Essen nach Vorschrift, schlafen nach Vorschrift, Spazieren gehen nach Vorschrift. Ich habe aber noch nie etwas mit Vorschriften anfangen können. Selbst als Kind nicht. Bei solchen Gedanken wird es mir schlecht. Freiheit ist mein Leben. Alles andere ist für mich nur unerträglicher Gedanke. Dabei geht es mir nicht um das jung sein, es geht mir um deren Freiheit. Tun und lassen können. Selbstbestimmung und keine Fremdbestimmung. Jeder Tag der gleiche Ablauf, dass würde mich umbringen. Menschen die mir mein Essen bringen und mich anschauen als wäre ich ein kleines Kind. Was wenn? Was wenn man nur noch bedingt Lebensfähig? Bettpfanne, morgens sich waschen lassen und den Rest des Tages im Bett. Füttern und Windel. Da ist der Tod plötzlich ein freundliches Gesicht für mich. Leben um jeden Preis war noch nie mein Ding. Allein beim schreiben bekomme ich da schon Schweißausbrüche. Leben ja mehr als gerne aber eben leben. Manch einer wird mich verstehen, andere nicht. Ich aber verstehe es sehr gut. Viel zu gut.

Dunkelheit im Sternenlicht. Mond scheint trüb ins Licht. Sternenhimmel frei im Blick und doch verhangen. Großstadtlichter nehmen dir den Glanz. Ein Kosmos ganz für sich alleine. Finsternis gibt es hier kaum. Höchstens in den Gedanken Einiger, der vielen Menschen. Großstadtlichter mal kalt wie Neon, mal warm wie künstliche Sonne. Vermisse ich die Dunkelheit? Die echte Dunkelheit die auf dem Lande lebt? Dunkelheit die keine wirklich ist. Das bist du Großstadtlichterglanz.

Leben heißt nicht von ungefähr Leben. Sein Name verkörpert einen Sinn. Ein Sinn der mir überdeutlich ins Gesicht springt. Leben unterscheidet sich nun mal vom Tod sein. Daher mag ich nicht am Leben sein und trotzdem schon gestorben, für´s Leben. Ich kann und will da nicht anders denken. So mache ich, mit dieser Art Leben es so, wie man mit allem umgeht, das man nicht möchte. Vergessen.

Es verdrängen und schauen was passiert. Es mag ja möglich sein, das man lebt, was man ist und das bis zum Ende. Aufrecht in den Stiefeln sterben, wäre genau mein Ding. Wenn das Leben zum Kampf wird ohne Aussicht auf Erfolg, dann beginnt das Sterben. Und jeder sollte in Würde sterben können. Auf seine ganz eigene Art. Ich auf meine und du auf die deine.

Autos fahren durch die Nacht. Ich kann ihr ewiges Lied deutlich vernehmen, auch wenn ich keines von ihnen hier sehen kann. Ein immerwährender akustischer Hintergrund-sound. Alles pulsiert gleich einem Pulsar am Nachthimmel. Meine Gefühle, nein meine Emotionen verweilen genau in diesem Augenblick. Ich fühle mich verbunden mit diesem Lichtermeer. Es ist in diesem Moment ein Teil von mir.

Ich spüre den Puls dieser Stadt. Leicht und stetig pulsiert es durch meinen Körper. Gerüche finden ihren Weg zu mir. Pizza, Döner und Pommes bahnen sich einen Weg, einen Zugang in mein Selbst. Ich verspüre aber keinen Hunger, keinen Hunger der sich durch fastfood bekämpfen ließe. Meinen Hunger vermag nur das Leben zu stillen. Menschen, ihre Geschichten, der Augenblick, ein kurzes Augenintermezzo. Zeit ist so ein relatives Ding. Zeit die vergeht und die man manchmal spüren kann. Lebenszeit die wohl wichtigste Zeit für uns Menschen. Auch ihre Zeiger vermag ich ab und an zu hören.Tick, Tack, Tick, Tack macht es stetig. Das Geräusch bindet sich ein, in den Strom der Geräusche dieser Stadt. Es versinkt darin. Wird wieder zu normaler Uhrzeit. Ich begebe mich wieder in den fluss- aus Menschen. Werde wieder Teil der Großstadt und seiner Lichter.

photo unsplash: image 1 Ruslan Bardash. image 2, lf.Franciz !!! Header, Warren Wong

wild streams

Kalt, eiskalt, wild strömt er aus den urtümlichen und geheimnisvollen Bergwelten ins Tal. Gletscherwasser die tosend über Abhänge fallen und dabei alles mitnehmen, was sich ihnen in den Weg stellt.

Blau in Weiß schimmernd und sprudelnd bahnt sich der Bergbach seinen Weg. Vereinigt sich mit anderen Bächen auf seinem Weg und wird zu einem reißenden Gebirgsstrom.

Je weiter er Richtung Tal strömt, um so ruhiger wird die Umgebung. Aus schroffen Felswänden und kargen Baumbeständen, werden Wälder, Auen und Wiesen, die sich links und rechts des Ufers öffnen.

Immer noch eiskalt aber doch beruhigend, fliest das Wasser seines Weges. Leben strömt durch seine Ader. Unzähliges Leben das sich darin tummelt. Wasserwelten leben in Bergwelten und der Mensch lebt direkt darin. Wildromantisch auf den ersten Blick aber auch Abenteuer und überleben finden darin ihren Platz.

Wir alle sind Teil dieser Natur. Daher lebt diese Natur auch in uns. Auch wir haben stürzende Wasser in uns. Wild streams. Unsere Gefühle und unsere Emotionen. Wir beherrschen sie auch erst, wenn sie vom Gletscher im Tal angekommen sind.

Bis dahin toben sie in uns. Ob nun als Wut, Eifersucht, unerwiderte Liebe, Trauer oder Schmerz, wir brauchen das strömen und wüten, bis wir wieder zu uns selbst finden. Lassen wir die Bäche nicht strömen und in Abgründe stürzen, so leiden wir still vor uns hin. Keiner vermag uns zu helfen und wir kommen einfach nicht ins Tal.
Kein friedliches fliesen ist uns möglich. Lassen wir los. Lassen wir uns mitreisen von den Gefühlen und holen uns damit unsere Lebendigkeit zurück um am Ende wieder in uns selbst, in unserem Tal ruhen zu können.

Leben bedeutet lebendig zu sein.

Im Wesentlichen geht es in diesem Song um Vertrauen. Vertrauen zu sich selbst um darüber Vertrauen zu Anderen zu finden.Bestimme dein eigenes Tempo dabei. Folge deinem Herzen und deinem Gewissen. Habe keine Angst und gehe deinen Weg. Schritt für Schritt.

Halte dich fest, da wo du Halt findest. Er ist in dir. Begebe dich in deinen Fluss, deinen Fluss aus Tränen. Mach einfach langsam. Spüre das es Menschen gibt, in denen dein Fluss auch fliest. Sie fliesen mit dir. Im Inneren weinst du. Aber das ist gut so.Sei einfach nur stark und warte. Der Schmerz vergeht. Du bist stark genug um ihn zu leben. Du wirst es schaffen.

Wenn du es möchtest, werde ich dein Herz für dich eine Zeitlang halten, um mit dir fühlen zu können. Halte einfach weiter durch. Wenn du daran glaubst, dann wirst du es auch schaffen.

River Flows in You by Yiruma.

Bilder unspash: Header **Felix Besombes. Bild 1 McKayla Crump. BILD 2. Phil Houston.