Vom Mut der Angst

Wie wäre das Leben ohne Gefühle? Grausam und das mit Sicherheit. Aber warum haben wir Gefühle? Nur damit Welt der Menschen nicht grausam ist? Nein, nein das kann nicht sein. Wäre es so müsste ja irgendwer darüber nachgedacht haben. Da ist es wahrscheinlicher das dies zufällig geschehen ist. Jetzt muss ich selbst lachen. Zufällig? Wie kann etwas wie das Gefühl ein Zufall sein. Etwas das aus einer Notwendigkeit heraus geschah. Genau wie unser Bewusstsein. Auch das eine Anpassung der Evolution. Aber kann ich nicht nur etwas anpassen, das zumindest in Fragmenten schon enthalten ist? Warum haben wir also Gefühle? Ich könnte mir jetzt Evolutions- technisch eine Begründung zusammen basteln aber auch dann wäre wieder die Frage im Raum, warum haben wir Gefühle? OK, sagen wir die Angst ist ein Gefühl und die muss sein das wir überleben. Wer bitte wusste, dass wir die Angst brauchen um zu überleben? Das große Nichts der Evolution. Evolution ist nur ein Begriff den wir für Anpassung benutzen. Die Natur. Ja schön aber was ist die Natur? Was ist ihr Wesen? Kann Natur denken und sagen, ja der Mensch braucht Angst, sonst rennt der am Schluss noch vor ein Auto, wenn er es irgendwann erfunden hat? Wie ist das Leben entstanden. Diese Ominöse Pfütze, in der das Leben entstanden sein soll. Die Ursuppe. Das erste Leben besaß das schon Gefühle? Nein? OK aber welche Matrix kam da zur Anwendung? Was ist Leben? Ich meine nicht die gängige menschliche Definition dafür. Oder frage ich lieber wie ist Leben entstanden? So ganz aus dem Nichts? Erst Energie, dann Materie. Danach Feuerball. Später ein Haufen Steine und dann Wasser und aus dem Wasser ist dann alles Leben gekrochen. Aber wie kam es rein, also ins Wasser, das Leben? Alles was auf diesem Planeten nicht natürlich wurde von uns Menschen geschaffen. Oder hat schon einer gesehen wie ein Auto, ein Spülmaschine oder was auch immer völlig von alleine entstanden ist? Sicher nicht. Selbst einen Computer der neusten Bauart gibt es nur weil Menschen ihn geschaffen haben. Es gibt für ihn einen Konstruktionsplan.

Wir Menschen nehmen aber an, dass alles Leben existiert, ohne einen Bauplan. Also einen Bauplan den jemand entworfen hat. Seltsam, oder? Da wir doch genau wissen das ohne Schöpfer keine Schöpfung. Wir glauben das aus ein paar Einzellern ohne Bauplan der Mensch entstand. Etwas so komplex wie das menschliche Gehirn. Eine Meisterleistung die kein Mensch kopieren kann. Das entsteht einfach durch Evolution. Das hört sich an als würde man behaupten, aus einer Kugel Matsch eine neue Erde erschaffen zu können. Aber nehmen wir vorerst diese Theorie. Da ist er nun der neue Mensch. Früher sind die Menschen nicht wirklich alt geworden. Teilweise lebten sie nicht halb so lange wie wir Menschen jetzt. Als Statement dazu wird behauptet, wir haben jetzt bessere Medizin und die Lebensumstände wären viel besser. Stimmt bestimmt. Aber was sollte das unser Genom interessieren? Schauen wir uns in der Natur um, dann sehen wir von der Eintagsfliege bis zum Hai oder der Schildkröte jede Alterslänge. Wir Menschen leben nicht am längsten, wir sterben aber auch nicht als erste. Die Lebensspanne der Tiere variiert nicht. Solange es diese Tiere gibt so lange leben sie die gleiche Lebensspanne. Nur der Mensch nicht. Liegt es daran das deren Lebensumfeld sich nicht geändert hat? Wohl kaum. Noch nie waren Tier so bedroht wie heute.

Aber leben sie deshalb kürzer oder länger, wenn man sie am Leben lässt? Mitnichten. Was hat sich dann im Menschen ereignet, dass er doppelt so lange lebt, wie manch ein Vorfahre? Ist da etwas anders geworden in unserem Bauplan? Besitzt unser Gehirn die Fähigkeit sich auf Lebensumstände einzurichten? Den Zellzerfall zu verlangsamen oder ihn gar zu beenden? Was nützen bessere Lebensumstände, bessere Medizin wenn im Bauplan steht mit 40 Jahren kommt der Tod? Muss der Bauplan da nicht vorsehen, dass der Mensch älter werden kann? Denn nicht alle sind ja früher an Krankheiten oder Lebensumständen gestorben. Kommen wir zu dem Moment zurück als der Mensch ein Bewusstsein entwickelte. Bis dahin ist er mit dem Stammhirn ausgekommen. Jetzt wuchs ihm der Neokortex. Er macht knapp die Hälfte des Gehirnvolumens aus. Welche Gefühle hatte der Neandertaler oder der neue Mensch bis dahin? Glück, Trauer, Wut, Angst, Lust, Ekel. Ja und genau aus diesen, wir nennen das Gefühle, entstanden alle Emotionen. Wobei man fragen muss, ob das wirklich Gefühle sind? Oder zumindest wie man sie einordnen könnte? Was ist jetzt ein Gefühl? Aus der Sicht eines Gehirnes. Woran erkennt ein Gehirn was es für Gefühle produzieren muss? Woher weiß das Gehirn das jetzt Angst angesagt ist oder Sex? Woher weiß es welchen Hormoncocktail es zusammen mixen muss? Besonders interessant ist da die Frage woher kennt es die Dosierung? Man hat ja nicht immer gleich viel Angst. Oder Hunger oder Durst. Bei der Überlebensstrategie Sex ist es nicht zimperlich. Da geht es ans überleben der Art. Da kommt der totale Hormoncocktail zum Einsatz. Volle Kante, denn Befruchtung muss sein. Aber auch hier die Frage. Warum ist für jedes Lebewesen auf diesem Planeten, ob Mensch, Tier oder Pflanze diese Anleitung mit voller Härte eingepflanzt? Alles aber auch alles strebt nach Arterhaltung. Außer der Mensch. Der rottet sich lieber selbst aus. Hat das mit seinem Bewusstsein zu tun? Schafft es das Bewusstsein sich der Evolution zu entziehen? Immer mehr Menschen möchten keine Kinder. Das Bewusstsein sagt ihnen, das man lieber keine Kinder in diese Welt setzen sollte. Die Pille, das Kondom haben das möglich gemacht. Kann man also die Evolution beeinflussen? Wäre das alles Evolution dann müssten wir ihr wie die Tiere folgen. Aber wenn unser Bauplan von einem Schöpfer erdacht wurde, dann wäre das Bewusstsein schon in seinem Plan gewesen. und auch das Wissen wie sich der Mensch entwickeln muss und somit wäre das natürlich im Bauplan enthalten. Aber, das sich ein paar Gene einfach aus Evolutionsgründen anpassen können, wie wahrscheinlich ist das? Um mich von einem Einzeller zu einem Menschen zu entwickeln reicht es nicht sich anzupassen. Da braucht es einen genetischen Code und der muss schon in diesem Einzeller enthalten gewesen sein. Nicht in allen aber in vielen. Also der menschliche Code.

Gefühle sind Botenstoffe, Hormone und Nervenimpulse. Das Nervensystem der Optimierer aller Gefühle. Adrenalin und Noradrenalin geben den Härtegrad oder die Abfederung dessen vor. Wenn man sich aus dieser Sicht seine Gefühle betrachtet, dann kann man zu den Grundgefühlen wie Angst, Hunger, Durst, Schmerz, Paarung ja sagen. Aber wie kommt Mut, Selbstsicherheit, Liebeskummer, Melancholie usw. zustande? Nehmen wir die Melancholie. Kennt ihr dieses seltsame Gefühl von Schwermut und Sehnen? Wie erzeugt das Gehirn diese Kombination? Oder Liebeskummer? Kein Hunger, nur Tränen, Sehnsucht, Hoffnung, Depression und… Wie macht es das? Woran erkennt ein Gehirn, welches Gefühl jetzt angesagt ist? Nehmen wir den Mut. Mut ist das Gegenteil von Angst für uns Menschen. Geschieht der Mut einfach durch Beseitigung der Angst? Gehirn verhindert Angst und schon sind wir mutig. Oder braucht es einen Anreiz damit die Angst überwunden wird und man mutig zur Tat schreitet? Dann haben die mit sehr wenigen Ängsten einen klaren Vorteil im In puncto Mut. Welche Erkenntnis würde das Gehirn aus solch einer Information ziehen? Kein Angst gleich Sieg?

Da sind wir schon beim Thema. Um das Überleben zu sichern, musste man stark und nicht ängstlich sein. Daher auch dem Starken gehört die Welt. Wenn bewundern Frauen? Den Schwächling oder den Held? Selbst Männer bewundern Furchtlosigkeit. So ist in der Genetik wohl klar, das man stark sein muss um zu überleben. Das ist eine Schlüsselposition in unseren Gehirnen. Auch Frauen müssen stark sein, da sie die Kinder bekommen. Sie müssen psychisch stabiler als Männer sein, da sie die Kinder versorgen müssen. Aus der Sicht der Natur. Die Natur. In ihr steckt der Bauplan alles Lebens. Sie ist die Matrix in der alles Leben existiert. Der Schiedsrichter, der Trainer, der Spieler, der Zuschauer, der Manager, der Besitzer. Alles in einer Person. Hat sie ein Wesen? Hat sie wohl ganz eindeutig. Ihr Prinzip Erhaltung um jeden Preis. In der Natur in der sich der Mensch nicht mehr befindet so seine Gedanken. Sie haben keinen Platz in der Natur, die Kranken und Schwachen. Daher werden sie eliminiert. Sie würden die Art nur schwächen. Durch Fressen oder gefressen werden wird das natürliche Gleichgewicht hergestellt. Macht der Mensch nicht. Oder versucht er das ständig zu bewerkstelligen? Sein Bewusstsein hat ihm soziale Kompetenz gegeben. Wir helfen den Schwachen und Bedürftigen. Aber das war nicht immer so und es wird auch immer weniger. Warum? Findet der Mensch wieder zurück zu seinem Gehirn? Damit zu seinem Unterbewusstsein und somit auch zum alle Macht den Starken? Wobei heute die Starken gar nicht mehr stark sind. Sie erhalten ihre Stärke durch die Macht, die ihnen zugeteilt wird. Wie wäre es wenn nur unser Bewusstsein der soziale Part wäre? Das Gehirn einfach überrumpelt wurde. Was wenn unser Gehirne immer noch im Stark leben, schwach tot Modus lebt? Wenn wir alle uns von unserem Bewusstsein entfernen, durch die vorgegebene Art wie wir zu leben haben? Wenn unsere Instinkte wieder anfangen die Vorherrschaft in uns zu übernehmen? Betrachten wir doch unsere Welt. Nach was fühlt sie sich denn an? Nach einem sozialen Gefüge oder nach einer machtbesessenen, kalten Struktur? Wie war unser Gehirn zu Zeiten des Neandertaler? Was für Regeln haben zu dieser Zeit gegolten? Die Keule oder das Herz? Was hat sich seit dem in unseren Gehirnen verändert?

Was wird sich wohl durchsetzten? Die Natur unseres Gehirnes oder das Bewusstsein? Und die Natur unseres Gehirnes ist ganz eindeutig das Leben. Das Leben, das sich verwirklicht sehen möchte. Es schaut nicht nach Gut oder Böse. Das gibt es nicht für das Leben. Entweder du setzt dich durch oder du stirbst aus und das Leben bevorzugt immer die Entwicklung. Die Stärke und hat mit Schwäche nichts am Hut. Ist nur ein gutes Futter. Wollen wir jetzt wirklich glauben, das unser Bewusstsein, unsere Natur unser Gehirn verändert hat? Gibt es Anlass, wenn man durch alle Zeiten der Menschen blickt, dies zu glauben? Wird der Mensch lange genug existieren, um dem Bewusstsein den Sieg über das Gehirn zu geben? Wir wissen ja nicht einmal wie das Bewusstsein zustande kam und noch weniger wissen wir über die Zusammenarbeit von Unterbewusstsein und Bewusstsein. Wer hat das Sagen? Wer bestimmt in welchem Moment? Letztendlich sind fast alle Menschen bereit einen anderen Menschen zu töten, bevor dieser ihn selbst tötet. Das ist der Drang zum überleben in uns. Es ist die Natur des Gehirnes von uns Menschen. Wenn wir glauben, der Natur entwachsen zu sein, sind wir nichts außer einem Haufen Idioten. Die Natur leitet jeden Einzelnen von uns. Den Schwachen der, das Opfer wird und den Starken der, das Opfer tötet. Ob nun im physischen oder im psychischen Bereich. Wir als Menschen haben nur mehr Optionen zum töten. Je weniger ich mir als Mensch selbst bewusst bin, um so mehr bin ich mein Gehirn. Je mehr ich mein Gehirn bin, um so mehr bin ich dessen Natur. Aus menschlicher Sicht bin ich als Gehirn gefährlich. Sehr gefährlich. Aus natürlicher Sicht bin ich derjenige der überleben wird. Sie wird mich also fördern. Bin ich der Bewusstseins Mensch und arbeite schlecht mit meinem Gehirn zusammen, dann bin ich das Opfer und werde von der Natur ignoriert. Aber der gefährlichste aller Menschen ist der Mensch, der beides perfekt vereint. Wir Menschen nennen diese Geschöpfe Soziopathen. Sie sind deshalb so gefährlich, weil sich das Bewusstsein komplett dem Gehirn untergeordnet hat. Keine Ängste und soziale Kompetenz sind die Mischung, die einen glauben macht zu wissen, was für alle gut wäre. Dummerweise ist Gut für diese Menschen nur ihr überleben allein. Wenn es ihnen gut geht, darf es einem anderen auch gut gehen, aber nur sie alleine bestimmen was gut für sie und was gut für den Rest der Welt. Ja und solche Leute wurde festgestellt, finden wir massenhaft in verantwortlichen Positionen in der Politik und bei den Superreichen. Ist auch ganz logisch. Meint ihr nicht?

Etwas im Bauplan des Menschen wurde total missverstanden. Der Mensch hat eine Abzweigung genommen, die wohl nicht für ihn vorgesehen war. Das heißt nicht das sie deswegen nicht eingeplant war. Sie ist halt ein Umweg oder eine Nebenstrecke. Jeder Bauplan beinhaltet nun einmal auch den Faktor Tod des Einzelnen oder der ganzen Spezies. Egal ob das in einem Bauplan geschrieben oder nicht. Es ist der Bauplan Abonnement Besitzer der bestimmt was er mit dem Bauplan macht und nicht sein Schöpfer. Der hat nur alle Variablen vorgegeben. Welche wir nutzen bleibt uns überlassen. Es scheint allerdings typisch menschlich zu sein, sich für die Nebenstraßen zu entscheiden. Unser Gehirn ist in vieler Hinsicht ein Meisterwerk aber ohne die richtige Führung ist es wohl ein totaler Ausfall. Nein ist es nicht, der Mensch ist ein totaler Ausfall, da er stets die Nebenstraßen wählt und glaubt die Autobahn zu betreten. Wir spielen Leben. Die Dummheit der Menschen erkennt man bestens in ihrem Handeln. Eine Atombombe erfinden. Massen von ihnen zum testen, einige zum töten rumwerfen, um dann festzustellen, oh die Dinger geben ja eine tödliche Strahlung ab. Aber selbst nach dieser Erkenntnis hat man munter mit dem Testen weiter gemacht. Man muss ja auf der Hut vor seinen Feinden sein. Feinde die man sich selbst geschaffen, auf einer der Nebenstraßen die für eine Autobahn gehalten wurde. Man muss schon fast sagen, wir benutzen unser Bewusstsein, unsere Intelligenz und unsere soziale Kompetenz allein dafür, um uns selbst von diesem Planten zu entfernen. Das ist kein Meisterwerk der Natur. Das ist die vollkommene Idiotie der Menschen alleine.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

2 Kommentare zu „Vom Mut der Angst

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