Hätt ich geahnt

Michelangelo Buonarotti


Hätt ich geahnt, als ich zuerst Dich schaute
das mich die warme Sonne Deiner Blicke
verjüngen würde und mit dem Geschicke
Feuriger Glut im Alter noch betraute.

Ich wäre, wie der Hirsch, der Luchs, der Panther
entflohen jeder schnöden Schicksalstücke
und wäre hingeeilt zu meinem Glücke.
Längst wären wir begegnet dann einander!

Doch warum gräm ich mich, wo ich nun finde
in Deinen Engelsaugen meinen Frieden,
all meine Ruhe und mein ganzes Heil?

Vielleicht wär damals mir dies Angebinde
noch nicht geworden, das mir nun beschieden,
seit Deiner Tugend Fittich ward mein Teil.

Die Erkenntnis sollte bei Weilen als Erkenntnis akzeptiert und dann einfach weiter gelebt.

Bild von Jonathan Sautter auf Pixabay 

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