So hold

Heinrich Heine
Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, dass Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

Einst gab es eine Zeit, die Tugendhaft und edel. Die Frau verehrt und bewundert. Heut schert man sich nicht drum und wildert alle Reviere.

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