Das Problem mit den Problemen

Es gibt nicht viele Menschen die keine Probleme haben. Unsere Probleme nehmen wir hin als ob sie ein natürliches Phänomen wären. Nur die Stärksten kommen durch oder das Leben ist kein Ponyhof sind Umschreibungen um Probleme als natürlich erscheinen zu lassen. Also ist es das Leben das uns ständig Probleme bereitet. Wenn ich aus dem Fenster meiner Wohnung ins Leben sehe, dann sehe ich den Himmel, Bäume, vielleicht ein paar Leute oder das ein oder andere Auto. Probleme sehe ich keine. Vielleicht ist es das Wetter. Obwohl wenn es regnet nehme ich den Schirm und wenn die Sonne schein vielleicht einen Hut. Also keine Probleme. Und doch sehen manche Zeitgenossen im Wetter ihr Problem. Aber Wetter ist nur Wetter. Übertragen diese Menschen ihre Probleme nur auf das Wetter? Das scheint nahe zu liegen. Das Wetter können sie nicht ändern und ihre Probleme verschwinden dadurch nicht. Wie bei uns allen liegen ihre Probleme in ihnen selbst. Nur wer weis wo unsere Probleme in der Realität entstehen? Die allerwenigsten Menschen wissen das und es ist auch wenig verwunderlich. Also wo kommen sie jetzt her unsere Probleme? Sie kommen aus dem Teil in uns, mit dem wir uns nur sehr ungerne beschäftigen. Wie mit den Problemen auch. Es ist die Angst. Wie Angst? Was soll die mit unseren Problemen zu tun haben. Ich habe ja keine Angst vor dem Regen, der nervt mich nur. Richtig aber warum nervt er? Was ist der Hintergrund dieses genervt sein?

Genauer gesagt sind unsere Ur-Ängste an unseren Problemen schuld. Davon gibt es nicht eine, es sind sieben. Archetypen genannt. Benennen wir sie erst einmal. Selbstverleugnung, Selbstsabotage, Märtyrertum, Starrsinn, Gier, Hochmut und Ungeduld. Wie alles im Universum sind diese Eigenschaften Energien. Fragt man sich was diese mit Angst zu tun haben sollen? Wenn man die Worte genauer betrachtet dann wird das schnell klar. Sieben Ur-Ängste und kein Ende. Diese Archetypen haben leider Brüder und Schwestern. Jeder dieser sieben Archetypen agiert mit dem anderen. Das heißt sieben mal sechs Ur-Ängste. Macht 42 davon.

  1. Selbstverleugnung = Die Angst vor Unzulänglichkeit.
  2. Selbstsabotage = Die Angst vor Lebendigkeit.
  3. Märtyrertum = Die Angst vor Wertlosigkeit.
  4. Starrsinn = Die Angst vor Unberechenbarkeit.
  5. Gier = Die Angst vor Mangel.
  6. Hochmut = Die Angst vor Verletzung.
  7. Ungeduld = Die Angst vor Versäumnis.

Betrachten wir uns in Ruhe diese sieben Zeilen. Jede an sich ist schon ein immenser Hemmfaktor in unserem Leben. Aber die noch in Wechselwirkung, können nur ein riesiges Potenzial an Problemen mit sich bringen. Jede dieser Archetypen bringt drei verschiedene Typen Mensch hervor.

  • Selbstverleugnung, das Mauerblümchen, die Gute Seele, das Fleißige Lieschen.
  • Selbstsabotage, der Spielverderber, der Griesgram, der Trauerkloß.
  • Märtyrertum, der Sündenbock, das Sonnenscheinchen, das Tapfere Schneiderlein.
  • Starrsinn, der Autonome, der Sturkopf, der Überlebenskünstler.
  • Gier, der Vielfraß, der Geizhals, der Habenichts.
  • Hochmut, der Hochnäsige, der Racheengel, das Sensibelchen.
  • Ungeduld, der Zappelphilipp, der Rennfahrer, der Scheintote.

Diese Informationen zu den Archetypen der Angst stammen aus dem Buch Die sieben Archetypen der Angst von Varda Hasselmann.

Ich denke wenn man sich diese Listen betrachtet wird klar woher unsere Probleme im Leben rühren. ich werde nicht näher auf diese Ängste eingehen, da man dazu einfach das Buch lesen kann. Dort wird auch beschrieben wie man sich diesen Ängsten auseinander setzt. Kann dann jeder selbst feststellen ob das stimmig für ihn ist. Für mich nicht. Also die Lösungsansätze in dem Buch sind für mich nicht wirklich fruchtbar. Ur-Ängste kann man nicht unter Kontrolle bringen. Auch die Auswirkungen daraus sind tief in uns verwurzelt. Was also kann man machen? Primär ist Angst etwas Gutes. Sie hilft uns am Leben zu bleiben. Das war in früheren Zeiten ein Full time Job für die Angst. Wie sieht das aber Heute aus. Im allgemeinen möchte uns keiner ans Leben. Angst vor dem Auto,- oder Fahrrad fahren haben wir nicht und wenn doch lassen wir es einfach. Real betrachtet hat unsere Angst noch einen 450 Euro Job mit ca. 1 Stunde Arbeit im Monat. Angst ist aber kein Arbeiter, Angst ist ein Wächter und der macht keine Mittagspause. keinen Urlaub und wird auch nie krank. Sie ist immer da. Was macht eine Angst mit einem 450 Euro Job? Sie sucht sich Arbeit. Die findet sie auch schnell in unserer Psyche, die in unserem Gehirn lebt.

Sie durchforstet unsere Gedanken. Nicht fähig Realität von Phantasie oder Traum zu unterscheiden. Dort wo unsere Gedanken verweilen ist auch unsere Angst zugegen. So wird das Gehirn zum Spielplatz der Angst. Diesen nutzt sie ständig und erweitert ihn auch wenn man sie nicht daran hindert. Angst erzeugt Vermeidungszustände. Das ist der Trumpf der Angst. Vermeidung soll vor der Gefahr schützen. Aber sie schützt vor etwas das es gar nicht gibt. Es sind nur unsere Gedanken, unsere Phantasien und Träume. Wie kann man da gegen an gehen? Ich denke es gibt zwei Möglichkeiten der Angst und ihren Ausuferungen zu begegnen. Man sollte wohl beide anwenden. Zu einem aufpassen worüber man so nachdenkt. Die Gedanken nicht machen lassen was sie gerade wollen. Positiv denken und sich mit positiven Dingen beschäftigen. Zum Anderen sich in Situationen begeben die unsere Angst beschäftigt. Sich kontrolliert in Angst Situationen begeben und sich mit diesen positiv auseinander setzen. So bekommt die Angst ein neues reales Spielfeld. Sie bekommt Beschäftigung und die Langeweile verschwindet.Außerdem baut sich so der Stress Level in uns ab. Wir sind entspannter und ausgeglichener was uns positiv sein läßt.

Natürlich müsste man unser ganzes System Mensch auf ein neues Fundament stellen aber das ist utopisch. Angefangen bei der Erziehung der Kinder. Das Schulsystem, die Arbeitswelt. Was wir lernen, unsere Wortfindungen überprüfen, den Umgang untereinander völlig neu definieren. Wie gesagt das ist utopisch. Lieber lauter kranke und kaputte Menschen erzeugen. Das ist viel effektiver. Bringt Geld. An Gesunden verdient man nichts und darum geht es ja im Leben. Um Geld. Lieber krank und viel Geld als Gesund und Arm. Oder besser Gesund und Reich. Das ist die Maxime des Lebens.

header image by Pete Linforth auf Pixabay 

5 Kommentare zu „Das Problem mit den Problemen

    1. Angst hält nicht immer davon ab zu leben. Sie verursacht Probleme mit denen man sich Tag, – täglich herum schlägt. Und Probleme machen auf Dauer krank. Natürlich sind Menschen verschieden und somit reagiert jeder anders aber im Endeffekt, hat die Angst in diesen Formen immer Auswirkungen auf uns. In erster Linie Stress.

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