Fenster und Gefühl


Manchmal stehe ich an einem Fenster und sehe hinaus in die dunkle Nacht. Manchmal sehe ich ein paar Sterne und manchmal auch den Mond. Dann fühle ich hinaus in die Nacht. Es fühlt sich immer erst an wie die gerade herrschende Jahreszeit. Nie fühle ich den Winter im Sommer oder den Sommer im Winter. Frühling bleibt Frühling. Die Jahreszeiten fest im Gefühl verankert. Ich spüre durch das geschlossene Fenster das Wetter, das Umfeld ohne etwas davon wirklich zu sehen. Auch all das lebt in meinem Gefühl. Ich muss mich nicht darauf konzentrieren. Ein Blick, alles da. So fühle ich durch das Fenster in meine Nacht. Sehnsucht macht sich in mir breit. Sehnsucht fühlt sich seltsam an. Ein Verlangen nach Etwas. Ich weis noch nicht was dieses Etwas ist. Es kribbelt und zieht mich nach einen Ort, Mensch, Abenteuer, ich weis es nicht? Ich muss mich darauf konzentrieren aber das fällt mir schwer. Diese Sehnsucht ist so groß und mächtig in mir. Ich kann sie nicht leiten. Sie überschwemmt mich. Und doch kann ich mich nicht mit diesem Strom fortreißen lassen. Wie festgenagelt stehe ich am Fenster und werde überflutet.

Ich möchte loslassen, kenne aber die Richtung nicht. Ich möchte denken aber dann würde alles aufhören. Also konzentriere ich mich ganz auf diese Sehnsucht, die wie eine Melancholische Sinfonie in mir wirbelt. Wohin will sie mich tragen? Welche Melodie spielt sie so herzzerreißend in mir? Ich möchte Erfüllung und weis doch nicht warum. Ich kenne den Grund nicht. Vielleicht ist die Sehnsucht allein der Grund für diese Sehnsucht. Die Sehnsucht etwas zu spüren. Die Sehnsucht mich lebendig zu fühlen. Die Nacht und die Jahreszeit als Botschafter meiner Gefühle. Als Wink der Lebendigkeit, als Gruß vom Leben. Berührungen der Dritten Art. Ich koste es jetzt voll aus. Lasse mich von den Strudeln des Glück mitziehen und öffne das Fenster. Ein kalter Windhauch berührt mich. Der Duft der Kälte ummantelt mich. Schnell wird mein Körper von der winterlichen Temperatur umschlossen und peitscht die Sehnsucht weiter an. Echte Lebendigkeit ist jetzt vor Ort. Das Leben und ich einen langen Moment im Einklang. Jetzt möchte ich einen Kaffee, einen Menschen zum sprechen um die Tiefen des Lebens zu spüren. Diese Tiefen, die, das Besondere im Gespräch ausmachen. Die Tiefen die einen weiter bringen im Leben. Tiefen die Worte mit Gefühlen verschmelzen und zu einer Realität der Erhabenheit werden.

Worte und Gefühle mit Tiefgang die uns Nähe bringen. Die uns tiefer verbinden. Die uns erkennen lassen was wir für einander empfinden. Gefühle, Worte und Tiefen, die zu einer Flasche Rotwein auf dem Teppich im Wohnzimmer werden, die, die ganze Nacht überdauern. Das Herz, die Seele ihre natürliche Lebendigkeit wieder finden. Sich berühren, halten und verschmelzen mit dem Augenblick der durch uns endlos wird. Ein Augenblick für die Ewigkeit des nicht vergessen. Des Einbrennen ins Gefühl der immerwährenden Zeit. Menschen sind so empfindsam, so Herzens weit. Der Seele folgend natürlich liebevoll. Wir tragen alles in uns und brauchen es nur zu leben. Gefühle tragen uns durch unser Leben und Worte begleiten diesen Weg. So und nicht anders ist der Mensch, der Mensch.

header image by Briam Cute auf Pixabay 

7 Kommentare zu „Fenster und Gefühl

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