Ich möchte mich wieder mal dem Wicca Secret Spirit zuwenden und über Bräuche, Sitten, „Heidnische Feste“ usw. berichten. Heute dem Anlass entsprechend ist das Thema Samhain.

Samhain auch Samain oder Samuin genannt, ist eines der vier großen irisch-keltischen Feste. Allein das gerade aufzuschreiben, erzeugt ein mystisches Gefühl. Samhain (31. 10 zum 1.11), Imbolc (1 Februar), Beltane (1 Mai) und Lughnasadh (1 August). Es wurde als Beginn des keltischen Jahres gesehen. Genau wie der Monat Samoni im Kalender von Coligny. Im irischen Kalender wird Beltane als der Jahresbeginn gesehen. Das Fest hin zum ersten November heißt im Neu-irischen Oiche Sanhna und könnte, die Betonung liegt auf könnte, die Herkunft des Festes Halloween sein.

Wozu dienten diese vier Feste? An diesen vier Tagen sollte man Zugang zu den Wesen der Anderen Welt haben. Samhain möchte ich daher genauer betrachten. An diesem Tag soll der Zugang zu den Síd, den Bewohnern der Elfenhügel, offen stehen. Sein Haus zu verlassen war deshalb keine gute Idee. Außer man wollte mit den Gestalten der Vorzeit zusammen treffen. Dem blutigen Kopf, seines Zeichen der Unterwelt Gott Cenn Crúach zu Ehren, wurde an Samhain Blutopfer erbracht. Man bat ihn und andere chthonischen Gottheiten um Fruchtbarkeit. Laut der Mythologie um Cenn-Crúach, starb zu Samhain, Tigernmas (Gottheit ähnlich dem Hades) und mit 75% der Iren. Samhain hat eine ganz eigene Verbindung zu den Túatha Dé Danann, dem Volke der Danu, dessen Abstammung auf die Göttin Danu zurück gehen soll. Samhain war der Tag, an dem die zweite Schlacht von Mag Tuired, in der sie die Fomori (Volk von missgestalteter und gewalttätiger Wesensart) besiegten. Daher können zu Samhain die Sídhe, die Elfenhügel in die sie von den Milesiern (Gälen, mystisches, irisches Geschlecht) verbannt wurden, einfach verlassen.

Überlieferungen beschreiben, das seit 700 vor Christus zu Samhain in Tara ( Hügel im County Meath in Irland) die feis Temhra begangen. Sogenannte altirischen Versammlungen. Die Ulster (Ulster Provinz in Nord-Irland) in Mag Muirtheimne am gleichen Tag. Jeder Mann aus Ulster, der sich dort blicken lies, erhielt die Todesstrafe durch den König verordnete Pflicht. Die Hügel von Tlachtga, Hill of Ward bei Athboy County Meath, wurden zu Samhain genutzt, um die Samhain-Feuer zu entzündet. Jede Familie entnahm daraus ein Herdfeuer. Das Feuer symbolisiert die Sonne. Außerdem soll es reinigende und beschützende Wirkung haben. Die Kälte des Winters eindämmen. Druiden sollen diese Feuer entzündet haben. Mit diesem Feuer mussten alle Feuer zu Hause, die vorher gelöscht worden waren, wieder entzündet werden. Natürlich war auch Wahrsagung Teil des Festes. Äpfel wurden geschält und die Schalen über die Schulter geworfen. Die Form der am Boden liegenden Schale, sollte den ersten Buchstaben, des Zukünftigen darstellen. In Wasser gegossenes Eiweiß, ermittelte die kommende Kinderzahl. Auf dem Feuer geröstete Nüsse sagten die Zukunft von Paaren voraus. Blieben die Nüsse zusammen, blieb auch das Paar zusammen.

Auch in anderen Kulturen findet man Feste zu Ehren der Toten. Das alte Rom hatte dafür den 8 November. Mexiko, der Dia de los Muertos, vom 31.10 bis 02.11. Der Brauch sich an Halloween zu verkleiden und von Tür zu Tür zu gehen, stammt auch vom Samhain ab. Herum ziehende Menschen gingen von Tür zu Tür und sangen Lieder und sagten Gedichte auf. Im Austausch dafür erhielten sie Speiß und Trank. Die Verkleidung diente hierbei, um sich vor den Wesen der Nacht zu verstecken. Und was diente als Lampen? Ausgehöhlte Kürbisse in die groteske Gesichter geschnitzt wurden, um schadenfrohe Geister zu vertreiben. Überhaupt gehen so gut wie alle Feste aus „Heidnischen Festen“ hervor. Das Ein oder Andere werde ich über die stille Zeit hinweg näher beleuchten.

header image Hans Braxmeier auf Pixabay 

16 Kommentare zu „Samhain, Halloween, Rauhnächte

  1. Hat dies auf Siebengebirgs-Quelle rebloggt und kommentierte:
    Zufall oder nicht,daß fast auf alle heidnischen Feste, christliche fallen? Allerheiligen das Ehren der Heiligen und Toten. Danke für den Blog! Samhain wurde übrigens vor ein paar Tagen zu Neumond gefeiert. Feste sind in der Regel immer am Mond orientiert, die Pforten stehen offen und ein achtsames Durchwandern ist möglich!

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  2. Zufall oder nicht,daß fast auf alle heidnischen Feste, christliche fallen? Allerheiligen das Ehren der Heiligen und Toten. Danke für den Blog! Samhain wurde übrigens vor ein paar Tagen zu Neumond gefeiert. Feste sind in der Regel immer am Mond orientiert, die Pforten stehen offen und ein achtsames Durchwandern ist möglich!

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    1. Natürlich haben alle, die Heidnische Feste zu ihren Festen erklärt haben, auch die Zeiten manipuliert. Mal richtig auffällig, ein anderes Mal ganz subtil. Und für mich ist dieser „Diebstahl“von Festen kein Zufall. Man wollte damit ganz gezielt die Feste der Heiden zerstören Auch der Name Heide wurde mit Absicht so gewählt

      Gefällt 2 Personen

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